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author: www-data
Der uralte Kampf zwischen "Schulmedizin" und "alternativer Medizin",
Teil 39145741. Heute: Eine Studie der Charité
hat ergeben, dass sich homöopathisch Behandelte mit weniger Beschwerden
plagen.
Wieso das in den Nachrichten kommt? Weil Ahnungslosigkeit von
wissenschaftlichen oder auch nur erkenntnistheorischen Zusammenhängen ein
recht dominantes Phänomen in der Presse ist. Hänschen Doof liest das und
denkt sich "Toll, dat wirkt!" Nur, was sagt die Studie tatsächlich?
Die Studie sagt nicht, dass homöopathische Medikamente wirken. Sie sagt
auch nicht das Gegenteil -- sie äußert sich gar nicht dazu. Die Studie
macht auch keinen Vergleich zwischen einer Behandlung durch Homöopathen
und einer klassischen Behandlung. Sie macht auch keinen Vergleich zwischen
einer Behandlung durch Homöopathen mit doppelt verblindeter Gabe von
homöopathischem und klassisch-pharmakologischem Medikament noch Placebo.
Was sagt diese Studie? Die Studie sagt mir, dass hier
ein paar Leute ein Interesse daran haben, das Thema in den Medien zu sehen.
Ein uneigennütziger Dienst ist damit niemandem getan -- nicht der
Wissenschaft, und selbst ein eingefleischter Homöopath könnte sich durch
Zitieren einer derart schlecht gemachten Studie nur lächerlich machen.
Cargo-Kult-Wissenschaft vom feinsten. Charité, Mediziner-Elite,
dass ich nicht lache. Da bleib ich doch lieber hier.
Update: Oh, die Frau Professorin hat eine Stiftungsprofessur von
der Carstens-Stifung. Wessen
Brot ich fress...
2009-05-19 14:37 | www-data rootshell.ro |
[/tech-sci/medicine]
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