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Looking for the Guilty

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Datensammler sind Verbrecher

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Gedanken könnten töten

author: www-data

Sicher kennt jeder die Gruselgeschichten, wonach ein mit einem Fluch belegter Mensch innerhalb kürzester Zeit stirbt, ein Voodoo-Zauber jemandem den Garaus macht oder die alte Legende von der Placebo-Todesspritze bei einer Hinrichtung in den USA. Sicher galt bisher immer, dass es Nocebo-Effekte gibt, bei denen ein Ritual ohne physikalische Wirkung Nebenwirkungen erzeugt. Dass dadurch auch der Tod hervorgerufen werden kann, war bisher nicht belegt beziehungsweise wäre auch experimentell schlecht durch eine Ethik-Kommission zu kriegen.

Dass allerdings alleine eine bestimmte Hirnaktivierung ausreichend sein kann, um zu töten, findet man in einigen nur wenige Jahre alten Experimenten von Oppenheimer (John Hopkins University), zum Beispiel in diesem Review hier. Er beschreibt die Mikrostimulation der linken Inselrinde, die im EKG zu ST-Streckensenkungen, QT-Zeit-Verlängerungen, Verbreiterungen des QRS-Komplexes, Entstehung höhergradiger Überleitungsblöcke bis hin zur Asystolie und damit zum Tod führte.

Geht man davon aus, dass eine ausreichende Plastizität herrscht, um diesen Bereich des Hirns durch eine tiefsitzende Überzeugung ansprechen zu können, wäre es ohne weiteres mechanistisch erklärbar, dass ein Gedanke tötet.

2010-08-19 15:11 | www-data.blog20100819@rootshell.ro | [/tech-sci/medicine] | permanent link


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